Sonntag, 25. November 2007

Mehr Akt als Training am Wochenende


P1010064, ursprünglich hochgeladen von martinwalkt
Dieses Wochenende war ehr durch Akppastiken in Ton, als von Training dominiert. Zwar habe ich am Samstag Morgen 1,5 Stunden intensives Berglauf und walktraining im Altonaer Volkspark absolviert, aber ansonsten überwiegend mit dem kneten von Ton verbracht.
Die Bilder dieses Kurses, der an der Volkshochschule stattfand sind hier zu sehen.

Sonntag, 18. November 2007

20 + 5 km in Quickborn

25-km-Lauf-Quickborn, das heißt immer: Das Jahr ist fast vorbei, es ist November, meistens nasskalt. Fast alle anderen Laufveranstaltungen sind vorbei, und an dem Wochenende ist sonst nichts…

Wegen des 6-Stunden-Laufs in der Vorwoche mochte ich mich für Quickborn nicht voranmelden, denn eigentlich soll man ja etwas regenerieren….andererseits ist in drei Wochen auch der Untertage-Marathon, der einiges abfordern wird, und so könnte etwas Zusatztraining nicht schaden. Ich stieg also am Morgen in meinen Trabi mit der Vorstellung: Na ja machst du halt nicht zu schnell, aber einfach so als zügiger Trainingsmarsch. Walkingkumpel Horst hatte sich auch angesagt, und so hätte ich dann auch einen Partner meiner Kragenweite, mit dem ich unter 3 Stunden aber ohne echte Hetze so ca. im 7min/km Schnitt die Strecke machen könnte.

In Quickborn angekommen trudelten gerade die anderen LG-Hamburg LA Foris ein. An bekannten Gesichtern gaben sich Aireule, Adam, Tess, die Lachmöwe und Marc ein Stelldichein. Es wurde noch ein wenig rumdiskutiert,, was man nun anzieht bei diesem Wetter, und ob die Startnummer auch ja richtig schön gerade sitzt.


Sitzt die Nummer auch schön gerade?


Sitzen die Socken?

Gerade noch rechtzeitig zur „beliebten Aufwärmgymnastik“ trafen wir am Start ein. Horst gesellte sich dazu. Wieder in klassischer Jogginghose und Baumolltop. Wer ihn nicht kennt verschätzt sich leicht, was dieser nicht mehr ganz so junge Mann so drauf hat. Wir verabredeten einen 7er Schnitt, und wer mit Horst schon mal gewalkt ist, der weiß, dass das dann wie ein Uhrwerk abgespult wird.

Ganz cool vor dem Start


lustiges Aufwärmen


gleich geht´s loooooos

Am Start stellten wir uns ganz hinten auf. Hinter uns nur noch ganz bescheiden Tess und Aireule, allerdings mit der festen Absicht doch etwas schneller zu sein und nicht zu walken. Bis zum Startdurchmarsch verloren wir 30 Sekunden, wie Horst betonte. Den ersten km hatten wir das Feld noch gut im Blick. Einige wenige Läufer waren sogar hinter uns. Aber es ist eben auch eine Laufveranstaltung mit Zeitlimit 3h30, bei der von Walkern eigentlich nicht die Rede ist. Trotzdem ist man in Quickborn immer recht willkommen und wird anerkennend von den lieben Streckenposten bejubelt und angefeuert.

Km für km spulten wir im 7er Schnitt Tempo herunter. Die Strecke läuft vorwiegend auf kleinen asphaltierten Landstraßen. Manchmal geht es auch an der Autobahn entlang, aber meist ist die Gegend ganz nett, nur eben nasskalt und herbstlich. Das Tempo mit der Kalkulation 1:10 die ersten 10 km, 2:20h bei 20 km und dann noch 35 Minuten für den Rest, ist für mich ein schönes Tempo um beim Marathon unter 5h zu bleiben. Schon recht zügig, aber nicht um wirklich angestrengt aus der Puste zu kommen . Ab und an wechselte ich die Gangart in eine Art Geherschritt. Mehr federnd abgedrückt, etwas kürzer der Schritt mit leichter Hüftdrehung und die Beine fast voreinander, aber nicht wie bei den Gehern durchgestreckt. Dabei aber keine Flugphase. Ich hatte diesen Schritt beim Schlaubetalmarathon schon immer mal ausprobiert und erfolgreich eingesetzt. Irgendwie fällt das Tempo damit etwas leichter, es fühlt sich runder an, und nach oben hin ist noch etwas Luft. Immer mal wieder schaltete ich so um, ohne dabei aber zu sehr zu Beschleunigen, um unser gemeinsames Tempo durchzuziehen.


Horst unterwegs

In mir reifte mit der Zeit der Plan auf den letzten 5 km mal die legendäre Greif´sche Endbeschleunigung auszuprobieren. Bei km 17 erläuterte ich dies meinem Walkinggenossen, der nichts dagegen hatte. Bei km 20 hieß es: Dann zieh mal ab Martin.

Ich warf ein noch einen Gelchip ein und ab ging die Post. Wie im Fluge setzte ich mich kontinuierlich ab und überholte mit meinem lustigen Schritt („ das ist jetzt aber nicht mehr walken oder?“) noch den einen oder andern Läufer. Mit ca. 2:54 kam ich am Ende ins Ziel. Gegenüber meinem Kumpel Horst hatte ich auf den 5 km noch 7 Minuten gutmachen können, was zeigte, dass da noch gut Luft war. Die Zeit lag zwar jetzt ca. 2 Minuten über meiner Quickbornzeit von vor zwei Jahren, aber es war ja auch heute keine Bestzeit geplant.


Im Ziel nach 20 + 5 km


Knapp über 3h, Host ist auch da.

Die anderen Foris waren natürlich schon alle umgezogen und gestärkt. Für mich blieb erstmal nur ein Würstchen und eines der letzten Kuchenstücke.

Gerade noch rechtzeitig war ich mit dem Umziehen fertig, da war schon die Siegerehrung der Damen, bei der Lachmöwe mal wieder einen Pokal, diesmal für den 3 Platz, abgestaubt hat. Herzlichen Glückwunsch!


strahlende schnell Frauen mit Pokalen

Recht bald danach löste sich unser kleines LA- Foritreffen dann auf, der Trabi brachte mich zurück zu Frau, Frühstück und Bett und der Sonntag konnte so perfekt abgerundet werden.

Zu allen Bildern in guter Auflösung geht es hier lang

Samstag, 17. November 2007

Akt in Ton


PB060006, ursprünglich hochgeladen von martinwalkt

Mal wieder Kunst. Skulptur einer Schwangeren im 7 Monat. Herstellungszeit: 2 Stunden. Weitere Bilder hier

Montag, 12. November 2007

6 Stunden Walking in the rain mit Laufpausen.

Zur Veranstaltung
Zu Georgs Bericht

Mein Bericht:
Der Vortag 10.11.07
Mit der Bahn fahre ich am Nachmittag aus dem Sauerland über Siegen nach Köln. Im Zug Richtung Köln sehe ich die Ersten Jecken in Kostümen. Bisher dachte ich immer dass am 11.11.um 11 Uhr 11 der Karneval losgeht. Erste Lektion: Nein, man kann offensichtlich auch in den Anfang des Karnevals reinfeiern.

In Deutz holt mich mein Walkingkumpan Georg der Sumowalker im Auto ab. Nach zwei Mal über den Rhein schaffen wir es auch bis zu Jo, der uns netterweise Asyl vor dem Troisdorflauf angeboten hatte.

Recht zügig ging es dann mit drei Kindern und Mutter und „jungem Vater“ zum italienischen Inder. Das wäre zwar nicht so schick, das Essen sei aber OK und man sei Kinderfreundlich. Stimmte alles! Schon lange habe ich nicht mehr für 9 Euro 50 Pizza mit drei Bier (na ja kleine Kölsch…) bekommen und hinterher dann noch einen Averna umsonst zum runterspülen. Pizza schön fett mit ordentlich Tunfisch und Zwiebeln. Mein Zimmergenosse sollte schließlich auch was von mir in der Nacht haben.

Zuhause dann noch lustige Turnübungen mit Töchterchen. Wer schafft es beide Beine hintern den Kopf zu bekommen, die Beine völlig zu verdrehen, Brücke oder Kopfstand zu machen. Klappte alles auch nach dem vierten Kölsch noch prima. Nur beim Spagat fehlte es mir etwas an Flexibilität.

Nun ja irgendwann sind wir dann auch mal schlafen gegangen. Kurz überlegten wir noch ob wir die vielen Kabel von PC und Anlage in Jo´s Arbeitszimmer mal etwas umstecken sollten, aber das wäre ja nicht wirklich nett gewesen.

Racing day 11.11.07
Nachdem mein Wecker zufällig morgens schon etwas vor der vereinbarten Aufstehzeit klingelte konnte dann auch einer nach dem anderen duschen gehen.
Nachdem wir schon am Vorabend nicht gerade oberste Vernunft an den Tag gelegt hatten brauchten wir ja jetzt auch nicht damit anfangen. Erkältet waren Georg und ich ja beide noch ein wenig und wir wollten ja nur gemütlich „wandern“ gehen. Höchstens einen Marathon hatten wir uns vorgenommen. Zum Frühstück also nicht so ein karges Läuferfrühstück mit Toast und Honig oder so sondern drei Scheiben leckeres Schwarzbrot mit ordentlich Nutella. Dazu noch schöner Kaffee, so dass ich dann gleich mit der Tochter weitere Turn und Tanzübungen anschließen konnte. Heute Morgen stand auch noch Funkenmariechentanz auf dem Programm, was ganz prima mit uns beiden klappte.

So gegen halb neun fuhren wir dann nach Troisdorf. Recht abgelegen angrenzend an ein nicht gerade aufregendes Wohngebiet lag dann das Aggerstadion. Problemlos Parkplatz, Unterlagen und LA Freunde gefunden. Der LA Foristen wurden es bei Warten im Stadion dann immer mehr. Alte und neue Gesichter. Wie immer sehr nett in der großen LA Familie. Sogar den Laufjo konnten wir leicht finden.


Ankunft in Troisdorf


LA Gruppenbild mit Isnichmehrweit

Nach einiger Verspätung in der sich alle wir eine Herde Schafe im Stadion gedrängt hatten ging es an den Start. Ganz locker zogen wir von hinten los.

Georg war wie üblich kaum zu bremsen, obwohl wir nur wandern wollten. Statt einem Schnitt von 8,5min/km waren es wohl eher 7,5min /km. Einbrechen würde er eh noch meinte er. Nach den ersten Runden ließ ich mich ab und an etwas zurück fallen um in meinem Wohlfühltempo zu walken. Als dann aber der Laufjoe kam wollte ich dann auch mal etwas Laufen. Ging ja auch viel leichter als das blöde schnelle gelatsche. So ne Laufpause für Walkingweicheier ist schon mal OK wenn man erkältet ist meinte ich … So lief ich dann an Georg wieder ran. Wir blieben eine Weile zusammen, wechselten launige Sprüche mit den überholden Läufern und ließen den Regen auf uns niedergehen.


Wohngebiete Troisdorfs im November

Ich war ja super ausgerüstet mit langer Unterhose, mit einer speziellen Walkerschürze und der Tschibowinterkappe so dass es immer schön muckelig warm war.

Georg war immer noch auf dem Speedtrip und unser Spielchen: Georg walkt etwas vor und Martin läuft ab und an mit netten Foristen wieder ran wiederholte sich noch ein paar Mal.


Auf dem Deich

Halbzeit
Zur Halbzeit meinte Georg etwas von wegen wir hätten jetzt 25km hinter uns. Ich wollte es kaum glauben. Die Runden oder Zeiten hatten mich überhaupt nicht interessiert ich lief einfach immer nur so meine Runden. Irgendwann wurde dann Georg etwas langsamer und ich lag leicht vor. Meine Laufphasen regelte ich jetzt so: Der Damm (ca. 1 km lang)wird in der letzten Stunde immer durchgelaufen. Das brauchte zwar auch nicht mehr so viel an Tempo denn auch mein Lauftempo reduzierte sich etwas, aber war ne nette Abwechselung. Und wenn nette Endrophinjunkis vorbeikamen lief ich auch mal so ein Stück mit.


Zwischendurch regnete es auch mal heftiger...

Das Stadion
Im Stadion war immer Gaudi angesagt. Einige Fans waren immer da und jedes Mal ließ ich mir was Neues einfallen. Mal mit Piruetten über die Matten, mal rückwärts, mal im Moonwalk. Es machte einfach Spaß. Die Erkältung hatte ich im Übrigen ganz vergessen und sie mich wohl auch.


Die schäfsten Fans an der Stecke in gelb.

Die letzten Runden brachen an. Immer noch verhaarten treue Helfer und Fans am Straßenrand, denen man den größten Respekt zollen muss. Ich glaube bei dem Wetter stundenlang Rumzustehen ist deutlich anstrengender als sich zu bewegen. Ganz am Ende wollte es der Zufall dass sich noch ein hübsches Mädel für die letzten Meter fand. Patrizia und ich stoppten, zogen uns unsere Müllsackpochos über und umarmten uns unbekannterweise freudig. Ich machte ein paar Fotos die sie mit „ich seh ja doch noch ganz gut aus“ kommentierte. Das konnte ich bestätigen.


6 Stunden, und wir sehen noch gut aus!

Der Rest

Der Rest verlief dann leider etwas ungemütlich und hektisch. Durch die Mikatimingverspätung hatte ich nicht ein schöne volle Stunde um in Richtung Bahnhof aufzubrechen sondern nur 40 Minuten. Also schnell duschen, denn ich hatte nur einen Platz und nicht einen ganzen Wagen reserviert. Ein wenig Rumstehen und quatschen. Klaus (Erftwalk) war extra angereist und leider hatte ich wenig Zeit ihn näher kennen zu lernen. Das holen wir ein anders Mal nach und ich zahle dann das Bier das er uns ausgeben wollte.


In der Bahn, nicht mehr ganz so frisch...

Georg fuhr mich dann zum Bahnhof. In Köln hatte ich eine halbe Stunde zum umsteigen und fühlte mich wie im falschen Film. Mein Körper wollte, essen trinken, Regeneration und Ruhe und um mich herum tobten die Jecken durch den Bahnhof. Es wurde im Bahnhof getanzt und gesungen. Die Hälfte alle Leute im Bahnhof war irgendwie verkleidet und angetrunken. Hätte ich nicht gerade einen 6 Stunden Lauf gemacht wäre es wohl anders gewesen, aber so lief alles wie ein Film ab. Großer Vitamintrunk Tropical Dream bei Mr. Clou und dazu ein Indian Wrap. Dann noch einen großen Milchkaffee und ab zum Zug.

Die Fahrt zog sich dahin, 20 Minuten Verspätung (das sein normal zurzeit auf der Strecke) und um kurz nach 23 Uhr war ich dann zu Hause. Die Bilder des Tages gingen mir noch durch den Kopf und ich konnte erst ins Bett gehen als die Bilder aus dem Fotoapparat schon mal im PC und dann auch im Netz waren.

Zusammenfassend einige Erkenntnisse:
Ich kann auch noch leicht erkältet einen 6 Stunden Lauf machen.
Ab und an mal ne Laufpause ist auch nett, bringt aber nicht viel für das Tempo
Regen ist egal wenn man vernünftig angezogen ist.
Strecke ist egal wenn viele nette Leute vorbei kommen.
Gute Musik an der Strecke ist motivierend.
In Troisdorf werden schlammige Wege gefegt.
Es gibt Fans die 6 Stunden im Regen ausharren
Bei schlechtem Wetter tut warmer Tee und warmes Iso sehr gut.
Karneval ist eine andere Welt, besonders nach einem 6 Stunden Lauf.
Kleine Ultrainsiderveranstaltungen mit vielen LAern sind klasse.
Unter Verrückten ist verrückt sein normal.

Troisdorfer 6h Lauf


PA310016, ursprünglich hochgeladen von martinwalkt

Die Bilder sind schon online


Der Bericht folgt

Dienstag, 6. November 2007

vom Krankenlager nach Troisdorf


So habe ich die letzen Tage Verbracht....

Schnelle heftige Erkältungsattake eine Woche vor dem 6 Stunden Lauf in Troisdorf. Aber: Gebucht ist gebucht. Gewalkt wird ohne Druck zusammen mit Walkingkumpel Sumowalker. Wenn es ein Marathönchen wird ist OK, wenn nicht ist auch nicht schlimm.

Richtig hart wird es erst am 8.12
700 Meter unter der Erde....davon später mehr.